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Traurige Bilanz für die Sachsenbrücke: 220 Glasflaschen und drei Säcke mit Glasscherben, Getränkekartons, Chipstüten und Co sammelten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am vergangenen Wochenende auf der Brücke ein. Die Reinigungskosten inklusive Einsatzleitung und Personal für Kehrmaschine, Papierkorbfahrzeug sowie für die Entsorgung belaufen sich an dem zurückliegenden Wochenende auf rund 1.400 Euro. Hochgerechnet auf einen Monat kommen allein für die Wochenenden etwa 5.600 Euro Reinigungskosten zusammen. Hinzu kommen weitere Kosten für die Abfälle, die in der Grünanlage rund um die Sachsenbrücke von unseren Gärtnerinnen und Gärtnern aufgesammelt werden.
Je mehr Bürgerinnen und Bürger auf der Sachsenbrücke feiern, umso mehr Abfallmengen müssen durch die Stadtreinigung Leipzig beseitigt werden. Mit Blick auf die vergangenen Jahre sind das bis zu 70 Prozent mehr an herumliegenden Abfällen. „Nachvollziehbar sind diese Abfallmengen nicht, weil Entsorgungsmöglichkeiten vor Ort bereitstehen“, betont Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter. Derzeit prüft der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig die Aufstellung von Glassammelbehältern an der Anton-Bruckner-Allee.
Plastiktütenfreier Tag am 3. Juli 2021
So wie auf dem Foto bitte nicht!
Morgen, am 3. Juli 2021, ist Internationaler Plastiktütenfreier Tag. Wir nutzen die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass in die Biotonne keine Plastiktüten gehören. Das gilt auch für die kompostierbaren bzw. Bio-Tüten und hat folgende Gründe:
- Die Bio-Tüten benötigen lange zum Verrotten – länger als der Bioabfall in den Kompostieranlagen verbleibt. Es finden sich danach also noch Tütenreste im Kompost.
- Die Bio-Tüten setzen – so wie herkömmliche Kunststofftüten auch – die Sortiersiebe in den Anlagen zu und behindern damit den Verarbeitungsprozess.
Tipp: Sie können Bioabfälle vor dem Einwerfen in die Biotonne in Zeitungspapier einwickeln. Auch das verhindert die Verschmutzung des Behälters.
Besonderes Angebot: Plastiktüte abgeben – Stoffbeutel bekommen
Beim Plastiktütenfreien Tag geht es natürlich auch um Einkaufstüten aus Plastik, die noch immer zu häufig über die Ladentheke gehen. Die umweltschonende Alternative sind wiederverwendbare Beutel, zum Beispiel aus Baumwolle.
Deshalb hat sich das „täglich rausgeputzt – Unser Laden fürs Beraten“ etwas ausgedacht: Die Leipzigerinnen und Leipziger können am Samstag, 3. Juli 2021, ihre ausgedienten Plastiktüten im Laden in der Hainstraße 17a (Jägerhofpassage) abgeben und erhalten kostenfrei einen Stoffbeutel pro Person.
Der Laden ist am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Ein wichtiger Schritt für unsere Umwelt: Viele Einwegplastik-Produkte sind ab dem 3. Juli 2021 in der EU verboten.
Dazu gehören etwa Trinkhalme, Wattestäbchen oder Einweg-Geschirr. Das Verbot gilt sowohl für herkömmliches Plastik, als auch für „Bioplastik“. Auch To-go-Becher und Einweg-Behälter aus Styropor dürfen in der EU nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. Ebenso verboten ist Einweggeschirr aus Pappe, das mit Kunststoff überzogen ist. Lediglich vorhandene Ware darf noch abverkauft werden.
Erlaubt bleiben aber einige Wegwerfprodukte aus oder mit Kunststoff – zum Beispiel Feuchttücher oder Zigaretten mit kunststoffhaltigen Filtern. Sie müssen allerdings ab dem 3. Juli 2021 ein spezielles Kennzeichen tragen. Dieses warnt vor Umweltschäden durch Plastik und informiert über die richtige Entsorgung.
Wissenswertes rund um das Einwegplastikverbot:
www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/einwegplastik-wird-verboten-1763390
Elektro-Kehrmaschine im Test
Wir testen aktuell eine weitere Elektro-Kehrmaschine. Nach einer ersten Einweisung bei uns auf dem Hof, ist das Fahrzeug bis zum 7. Juli 2021 auch auf den Leipziger Straßen im Test-Einsatz.
Die elektrisch betriebene Kehrmaschine besitzt drei sich drehende Besen. Damit kann sie die Fahrbahn auf einer Breite von bis zu 3,40 Metern reinigen. Die Maschine fährt maximal 40 km/h.
Langgraswiesen im Johannapark gemäht
In dieser Woche wurden die künftigen Langgraswiesen im Johannapark zum ersten Mal in diesem Jahr gemäht. Damit sich eine artenreiche Wiese und ein wertvoller Lebensraum entwickeln, ist dies auf den gekennzeichneten Flächen nur zweimal pro Jahr der Fall. Der erste Schnitt liegt nicht vor Beginn der Hauptblüte der Gräser und erfolgt aufgrund des kühlen, regenreichen Frühlings erst jetzt in der zweiten Junihälfte. Damit hat die Wiese bis zum Höhepunkt der Insektenflugzeit im Hochsommer genügend Zeit erneut aufzuwachsen. Die zweite Mahd erfolgt dann im Spätsommer.
Artenreiche Langgraswiesen
„Die Entwicklung einer artenreichen Wiese erfordert Zeit und Geduld“, erläutert Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer. „Die Flächen sollen langfristig zu artenreichen Langgraswiesen entwickelt werden, die durch die Struktur und das reichhaltige Blütenangebot insbesondere für Insekten künftig einen wichtigen Lebensraum bieten. Gleichzeitig besitzen die Flächen eine höhere Regenerationsfähigkeit und Stresstoleranz gegenüber Hitze und Trockenheit.“
Schonendes Mähwerk
Gemäht wird besonders schonend. Der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig nutzt dafür ein besonderes Mähwerk. Der sogenannte „Pöttinger Mähbalken“ arbeitet nicht saugend und verwendet eine Frontschürze, sodass Insekten beim Mähen geschont werden. Zudem fährt das Mähwerk auf einer Höhe von bis zu 120 Millimetern, jedoch mindestens 60 Millimetern, sodass Kleinorganismen wie Insekten beim Überfahren der Wiese genügend Platz unter dem Gerät finden. Das Mahdgut bleibt zwei Tage auf den gemähten Flächen liegen und wird erst dann beräumt, damit sich Insekten aus dem Schnittgut in andere Bereiche zurückziehen können.
Da Langgraswiesen nicht sehr strapazierfähig sind, bittet die Stadtverwaltung die Leipzigerinnen und Leipziger um Unterstützung und Rücksichtnahme, die gekennzeichneten Wiesenflächen nicht zum Grillen und nicht als Liegewiese oder zum Bolzen zu nutzen. Im Johanna- und auch im benachbarten Clara-Zetkin-Park stehen dafür viele alternative Flächen zur Verfügung.
Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“
Die Entwicklung der Wiesenflächen hin zu Langgraswiesen ist die erste von mehreren biodiversitätsfördernden Maßnahmen im Laufe dieses Jahres im beliebten Johannapark und sind Teil der Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“. Bereits im April 2021 fiel der Startschuss für die Kampagne und die betreffenden sieben Flächen im Johannapark, insgesamt rund 2,7 Hektar, wurden mit einer farbigen Info-Stele gekennzeichnet. Ab der zweiten Jahreshälfte erfolgen weitere biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Johannapark: Auf ausgewählten Flächen werden dann gebietsheimische Blühpflanzen, Gräser und Kräuter ausgesät. Zur Artenanreicherung der Wiesen wird außerdem ein Mahdgut-Übertrag erprobt, wobei die gemähten Pflanzen eines anderen geeigneten Feldes ausgebracht werden und sich ähnlich der traditionellen Heublumen-Saat zu einer Blumenwiese entwickeln. Darüber hinaus werden Strauchflächen nachgepflanzt bzw. neu angelegt sowie Gehölzsäume mithilfe gebietsheimischer Saatgutmischungen entwickelt. Auch diese Flächen werden gekennzeichnet und durch die Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“ begleitet.
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter Federführung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer zusammen mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig und unter Beteiligung des Amtes für Umweltschutz und des Amtes für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Weitere Partner sind der NABU – Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Leipzig e.V., der BUND Regionalgruppe Leipzig und der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.. Gefördert werden die Maßnahmen durch das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“.
Die aktuellen Maßnahmen sowie die Kampagne „Unser Park“ resultieren aus dem Entwicklungskonzept Clara-Zetkin-Park und Johannapark, das im Rahmen eines breiten öffentlichen Beteiligungsprozesses erarbeitet und 2017 im Stadtrat beschlossen wurde. Die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes und die Parkbewirtschaftung wird seither begleitet durch ein Akteurstreffen, ein breites Netzwerk bestehend aus im Park aktiven Vereinen, Gastronomen, Umweltverbänden, politischen Vertretern und Verwaltung.
Weitere Informationen gibt es unter www.leipzig.de/unserpark.
Die Umgestaltung unseres Infogartens in der Geithainer Straße geht voran. Vergangene Woche haben die Gärtner-Azubis die bisherigen Pflanzen aus den Beeten gegraben. Damit füllen wir andere Pflanzflächen im Stadtgebiet auf. Nachdem die Staudenbeete gefräst wurden, kamen in dieser Woche nun die insektenfreundlichen neuen Stauden in die Erde.
Unsere Blumenwiese im Infogarten wurde jetzt auch das erste Mal gemäht. Die Auszubildenden hatten hier im April eine Blühwiesen-Mischung mit heimischen Blumen gesät. Diese Sondermischung hatten wir in enger Abstimmung mit dem NABU Leipzig für den konkreten Standort hergestellt. Inzwischen war die Wiese üppig gewachsen und soll durchs Mähen noch kräftiger werden.
Besonderes Mähwerk zum Wohle der Insekten
Zum Mähen nutzen wir ein für Insekten besonderes schonendes Mähwerk. Es saugt nicht und verwendet eine Frontschürze, die Insekten beim Mähen „vorwarnt“. Sie können sich so schnell in Sicherheit bringen. Das gelingt auch, da das Mähwerk auf einer Höhe von 60 bis 120 Millimetern fährt und so genügend Platz unter dem Gerät bietet. Das Mahdgut wurde erst am Folgetag beräumt. Auch davon profitieren Insekten, denn sie können sich aus dem Schnittgut in andere Bereiche zurückziehen.
Monitoring des Pflanzenbestandes
Der Anwuchserfolg der Blühmischung wird regelmäßig wissenschaftlich untersucht. Das städtische Amt für Umweltschutz unterstützt uns beim Monitoring des Pflanzenbestandes.
Tag der Daseinsvorsorge
Heute ist der Tag der Daseinsvorsorge. 2017 ins Leben gerufen, rückt er immer am 23. Juni die Leistungen kommunaler Unternehmen in den Fokus.
Anlässlich dieses Tages möchten wir heute mal die Kolleginnen und Kollegen in den Vordergrund stellen, die sonst eher „hinter den Kulissen“ fleißig arbeiten.
Denn auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und der Technik sorgen mit ihrer Arbeit tagtäglich dafür, dass unser Betrieb läuft. Sie empfangen unsere Besucherinnen und Besucher, beantworten Fragen und verkaufen Wertmarken. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Zahlen und Rechnungen stimmen, sie stellen neues Personal ein, koordinieren die Touren und Besetzung und sorgen dafür, dass unsere Fahrzeuge und Geräte einsatzbereit sind.
Natürlich danken wir an dieser Stelle auch den Kolleginnen und Kollegen bei der Abfallentsorgung, der Straßenreinigung oder der Grünanlagenpflege für ihre Arbeit. Denn nur zusammen sind wir stark!
Gärtner-Azubis erfolgreich im Wettbewerb
Erfolg im Regionalentscheid: Drei unserer Gärtnerazubis (zwei von ihnen im Bild) konnten im Regionalentscheid des Gärtnerwettbewerbs „Grün gewinnt – der Zukunft gewachsen“ mit ihren Teams die ersten beiden Plätze belegen. Im Laufe des Wettbewerbs durchliefen die Auszubildenden sechs verschiedene Stationen zu den Themenbereichen der Gärtnerei. So punkteten die Teilnehmer mit ihrem Wissen über Themen wie Fassadenbegrünung, Staudengärtnerei sowie Garten- und Landschaftsbau. Hierfür beantworteten sie Fragen, gestalteten Plakate und wurden praktisch im Bereich der Floristik tätig. Der Erfolg qualifiziert die Finalisten für den Landesentscheid. Das Finale findet im Juli diesen Jahres im Dresdner Zoo statt.
Wir gratulieren den Finalisten und wünschen viel Erfolg!
Azubis gesucht!
Wer genauso erfolgreich durchstarten möchte, kann sich gern bei uns bewerben. Für das Ausbildungsjahr 2021/2022 suchen wir noch Auszubildende für folgende Bereiche:
- Gärtner/-in für Garten- und Landschaftsbaustadtreinigung-leipzig.de/sie-verstaerken-unser-team/ausbildung/fachkraft-fuer-abfall-und-kreislaufwirtschaft
- Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaftstadtreinigung-leipzig.de/sie-verstaerken-unser-team/ausbildung/berufskraftfahrerin
- Berufskraftfahrer/-instadtreinigung-leipzig.de/sie-verstaerken-unser-team/ausbildung/kfz-mechatroniker/-in
- Kfz-Mechatroniker/-in.
Bewerbungsschluss ist der 23. Juli 2021.
Alle Informationen zu Ausbildungsinhalt, -dauer und Zugangsvoraussetzungen sind zu finden unter stadtreinigung-leipzig.de/sie-verstaerken-unser-team/ausbildung
Die Stadtreinigung Leipzig geht mit Hochdruck gegen Graffiti vor. Bisher entfernten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes Stadtsauberkeit Graffiti in mühevoller Handarbeit. Am 21. Juni 2021 wurde der neue Heißwasser-Hochdruckreiniger für effektiveres Reinigen vorgestellt.
„Graffiti sind ein großes Ärgernis. Sie stören das Gesamtbild der Stadt und nehmen immer mehr zu“, erklärt Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport. „Für die Graffitientfernung werden jährlich erhebliche finanzielle Mittel aufgebracht. 2020 waren das rund 286.000 Euro – knapp 40.000 Euro mehr als 2019. Zudem ist die Beseitigung auch mit hohem Arbeitsaufwand verbunden. Deshalb sind wir froh, dass das Projekt Stadtsauberkeit jetzt ein Gerät einsetzen kann, mit dem Graffiti – vor allem größere Flächen – leichter und schneller entfernt werden können.“
Thomas Kretzschmar, Erster Betriebsleiter der Stadtreinigung Leipzig ergänzt: „Schmierereien wie bisher allein in Handarbeit zu entfernen, ist für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr zu schaffen. Aus diesem Grund haben wir den Heißwasser-Hochdruckreiniger angeschafft.“
Der Anhänger ist 3,60 Meter lang, 1,70 Meter breit und 1,70 Meter hoch. Er kann mittels Transporter zu den betroffenen Stellen im Stadtgebiet gezogen werden. Der Wassertank fasst 500 Liter, was für bis zu 30-minütige Reinigungseinsätze ausreicht. Die Investitionssumme liegt bei rund 41.000 Euro.
Die Entfernung illegaler Graffiti von städtischen Bänken oder Stromkästen ist eine der Hauptaufgaben des Projektes Stadtsauberkeit. Die Aufträge erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Stadtordnungsdienst. Dessen amtierender Abteilungsleiter, Martin Wehrmann, sagt: „Die Graffiti-Entfernung erfolgt derzeit über fünf Fachfirmen und seit Ende 2019 auch über das städtische Graffititeam des Projektes Stadtsauberkeit. Dieses Team kommt aktuell vor allem bei Eilaufträgen zur Entfernung strafrechtlich relevanter Schmierereien zum Einsatz. Nach unserer Einschätzung ist die Etablierung des Projektes Stadtsauberkeit und des städtischen Reinigungsteams ein Erfolgsmodell.“