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Leise kommt er angefahren: Wir testen aktuell wieder ein Elektro-Fahrzeug.
Diesmal ist es ein Transporter mit kippbarer Pritsche. Bis Ende Oktober setzen ihn unseren Abteilungen bei der täglichen Arbeit ein. Aktuell ist er im Mariannenpark und in umliegenden Grünanlagen unterwegs. Die Kolleginnen und Kollegen nutzen ihn nicht nur für den Transport von Werkzeugen, Laub und Abfällen. Auch als Mannschaftswagen leistet er gute Dienste.
In den kommenden zwei Wochen wird das Fahrzeug bei der Straßenreinigung und im Bereich Stadtsauberkeit getestet. Ausgestattet ist es mit einem 80-kW/h-Akku. Dieser lässt eine theoretische Reichweite von 200 km zu. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 4,25 t.
Sind die „kompostierbaren“ Kaffeekapseln denn wirklich kompostierbar? Wir haben den Test gemacht.
Vor zwei Jahren haben wir zwei Kapseln in einem Eimer mit Komposterde vergraben – eine normale Plastikkapsel (schwarz) und eine als kompostierbar deklarierte (rosa). Hinzugegeben haben wir ein paar organische Küchenabfälle und etwas vom heimischen Kompost. Dann haben wir den Eimer verschlossen und den Inhalt regelmäßig befeuchtet.
Das Ergebnis nach zwei Jahren ist auf den Fotos zu sehen. Beide Kapseln sind in ihrer Form noch erhalten. Die „kompostierbare“ ist zwar poröser als die andere und ließ sich mit den Fingern zerkleinern – von einer Zersetzung kann man hier aber nicht sprechen. Was allerdings tatsächlich verschwunden war, ist der Deckel der „kompostierbaren“ Kapsel.
Werft also bitte keine Kaffeekapseln in den Bioabfall. Sie gehören in den Restabfall, auch wenn „kompostierbar“ draufsteht. Aus Bioabfällen soll neben Biogas auch Kompost entstehen. Wenn dieser allerdings mit Plastik verunreinigt ist und als Dünger auf die Felder gelangt, kann das die Natur und den Menschen gefährden.
Novelle der Bioabfallverordnung
Weniger Plastik im Bioabfall fordert auch die neue Bioabfallverordnung, die am 22. September 2021 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. So dürfen Bioabfälle künftig nur noch maximal 0,5 Prozent Kunststoffe enthalten, bevor sie in die Kompostierung oder Vergärung gelangen. Dieser Wert gilt auch für Verpackungen und Kaffeekapseln, die als biologisch abbaubare Kunststoffprodukte beworben werden.
Im Johannapark entstehen zwei artenreiche Langgraswiesen. Dazu haben unsere Gärtnerazubis am Montag, 20. September 2021, auf einer der Flächen einen sogenannten Mahdgutübertrag vorgenommen. Das bedeutet, dass eine artenreiche Spenderfläche gemäht wird und das samenreiche Mahdgut auf die zu entwickelnde Wiese aufgebracht wird. So können sich die enthaltenen Pflanzen auf der neuen Fläche selbst aussäen. Auf der anderen Fläche säten unsere Lehrlinge heimische Wildpflanzenarten aus.
Nahrungsangebot und Lebensraum für Insekten
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal unterstützte die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner vor Ort tatkräftig. Dabei betonte er, dass die Stadt Leipzig auch in den gut besuchten und denkmalgeschützten, zentralen Parkanlagen den Artenreichtum fördern möchte. „Mit den aktuellen Maßnahmen im Johannapark verfolgen wir das Ziel, langfristig artenreiche Langgraswiesen zu entwickeln, die durch ihre Blütenvielfalt ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Insekten bieten und ihnen gleichzeitig als Lebensraum dienen“, so Rosenthal.
Um den Boden und die zarten Keimlinge zu schützen, werden die zwei Teilflächen im Johnannapark bis zur ersten Mahd im Frühjahr 2022 umzäunt.
Städtische Kampagne „Unser Park“
Die neu entstehenden Langgraswiesen sind Teil der Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“ der Stadt Leipzig. Es werden verschiedene Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Johannapark erprobt. Neben der Entwicklung artenreicher Wiesen sollen zum Beispiel auch Strauchflächen nachgepflanzt bzw. neu angelegt werden.
Die Umsetzung erfolgt unter Federführung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer zusammen mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig und weiteren städtischen Ämtern. Partner sind zudem die Umweltverbände NABU, BUND und Ökolöwe.
Weitere Informationen gibt es unter www.leipzig.de/unserpark
Rückblick zum World Cleanup Day 2021
Mehrere Elektrogeräte, Bauschutt und eine größere Menge Sperrmüll – das ist die traurige „Ausbeute“ unserer Abfallsammelaktion am World Cleanup Day.
Trotz des ungemütlichen Wetters hatten sich am Samstag, dem 18. September 2021, im Rietschkewald in Gohlis-Nord zwölf Helfer eingefunden, darunter viele Freiwillige vom Nabu Leipzig. Auch unsere Fachberatung war vor Ort und hat Tipps zu Abfallvermeidung und -trennung gegeben.
Unter den eingesammelten Abfällen waren auch Säcke mit Schmutzwäsche, Farbeimer, Kabelreste, Glasscherben, Wahlplakate und ein Sack mit Fäkalien.
58 Abfallsäcke wurden gefüllt und mit zwei Kleintransportern weggefahren.
Wir danken allen Helfern für ihren Einsatz!
Tag für Tag sind sie zuverlässig im Einsatz – unsere Abfallsammelfahrzeuge, Kehrmaschinen, Transporter und kleinen Dienstwagen. Doch was, wann der Tank leer oder der Akku alle ist?
Die meisten unserer Fahrzeuge können wir in unseren Betriebsobjekten wieder betanken bzw. die Elektroautos aufladen.
Dafür betreiben wir auf unserem Gelände in der Geithainer Straße 60 unsere eigene Tankstelle. Hier können wir die Diesel-betriebenen Fahrzeuge wie Abfallsammelfahrzeuge oder Kehrmaschinen bequem vor Ort betanken. Den 100.000-Liter-Tank lassen wir etwa dreimal pro Monat mit je 30.000 Litern auffüllen.
Für die Elektroautos, zu denen Kleinwagen aber auch Transporter gehören, gibt es Ladestationen in einigen unserer Betriebsobjekte wie in der Max-Liebermann-Straße, der Lößniger und Geithainer Straße.
Im denkmalgeschützten Volkspark Kleinzschocher bringen unsere Baumpfleger in dieser Woche die Hainbuchen wieder in ihre historische Form. Die Bäume rahmen das Rosenparterre an den Sondergärten entlang der Küchenholzallee ein.
Dort, wo die Rundungen der Hainbuchen nicht mehr genau erkennbar sind, verwenden unsere Mitarbeiter der Baumpflege eigens angefertigte Schablonen. Damit können sie die historischen Konturen der Bäume wiederherstellen. Mindestens einmal im Jahr findet ein solcher Formschnitt statt.
Der Volkspark Kleinzschocher wurde in den 1930er-Jahren nach Entwürfen des Leipziger Stadtgartendirektors Nikolaus Molzen (1881–1954) angelegt.
Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus
Lithium-Metall- oder Lithium-Ionen-Zellen bzw. -Akkumulatoren (sogenannte „Lithiumbatterien“) sind heute in vielen Geräten unseres täglichen Lebens zu finden. Zum Einsatz kommen sie zum Beispiel in batteriebetriebenen, elektrischen Handwerkzeugen neuerer Bauart, Kommunikationsgeräten wie Mobiltelefonen oder Laptops, aber auch Elektro-Spielzeugen und E-Bikes. Vielen ist jedoch weniger bewusst, dass Lithiumbatterien selbst in Möbeln und Kleidungsstücken zu finden sein können, wenn diese mit netzunabhängigen, elektrischen oder elektronischen Funktionen bzw. Accessoires ausgestattet sind.
Durch falsche Handhabung oder aufgrund eines Defektes können Lithiumbatterien jedoch im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich werden. Dies gefährdet nicht nur das eigene Lebensumfeld. Gelangen weggeworfene Gegenstände in die Entsorgung, ohne dass ersichtlich ist, dass sich darin noch Akkus oder Batterien befinden, ergeben sich zusätzlich Gefahren für sämtliche Entsorgungsprozesse. Brennende Abfalltransporte oder auch Brände auf Wertstoffhöfen oder in Entsorgungsanlagen haben mittlerweile immer häufiger ihre Ursache in sorglos weggeworfenen und unerkannt gebliebenen Lithiumbatterien. Kurzfristige Einschränkungen des Entsorgungsangebotes sind hier nur eine unmittelbare Folge für die Bürgerinnen und Bürger.
Darum ist es umso wichtiger, Lithiumbatterien ordnungsgemäß zu entsorgen. Folgende Hinweise sollten dabei berücksichtigt werden:
Allgemeine Hinweise
- Für die Entsorgung von Batterien und Elektrogeräten dürfen ausschließlich die unten genannten Möglichkeiten genutzt werden. Eine anderweitige Entsorgung (z. B. über den Hausmüll) erfüllt mindestens den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit.
- Entnehmen Sie bitte vor der Entsorgung Ihrer Elektrogeräte Batterien aus Batteriefächern bzw. trennen Sie sogenannte Klick-Akkus von den Geräten.
- Sichern Sie die separierten Batterien gegen Kurzschluss. Kleben Sie dazu die Pole oder blanke Kabelenden und Anschlüsse mit Klebeband ab.
- Geben Sie Batterien gesondert ab.
- Batterien, die im Gerät fest verbaut sind und sich somit nicht ohne Öffnen bzw. Demontage des Gerätes entfernen lassen, sollten im Gerät verbleiben – intakte Gerätegehäuse sind bei solchen Festeinbauten herstellerseitig für einen bestmöglichen Schutz der darin befindlichen Batterien ausgelegt. Solche Geräte können komplett mit Batterie als Elektroaltgerät entsorgt werden.
- In Kleidungsstücken befindliche elektrischen Accessoires, sollten Sie weitgehend heraustrennen, bevor Sie die Kleidungsstücke in die Altkleidersammlung geben. Verfahren Sie bitte mit vorhandenen Batterien wie oben beschrieben.
- Weisen Sie bitte unsere Mitarbeiter vor Abgabe darauf hin, wenn sich in Gegenständen, die Sie als Sperrmüll oder Metallschrott abgeben möchten, batteriebetriebene Einbauten befinden.
Fragen Sie uns, wenn Sie sich nicht sicher sind. Wir beraten Sie gern und kompetent.
Wo können Gerätebatterien entsorgt werden?
Gerätebatterien aus haushaltüblichen Geräten (z.B. aus Spielzeugen oder Elektrohandwerkzeugen)
- Rückgabesystem des Handels
- Wertstoffhöfe, stationäre Schadstoffsammelstelle (Lößniger Straße 7), Schadstoffmobil
Fahrzeug-Starterbatterien
- beim Händler
Händler und Reparaturbetriebe nehmen die alte Batterie zurück. - stationäre Schadstoffsammelstelle (Lößniger Straße 7), Schadstoffmobil
Eine Vergütung vorgelegter Pfandscheine gibt es hier nicht. Sofern Sie bei Abgabe einer Altbatterie einen entsprechenden Pfandgutschein vorlegen, quittieren Ihnen jedoch die Mitarbeiter unserer Schadstoffsammelstellen gern darauf die ordnungsgemäße Entsorgung der alten Batterie. Den Pfandgutschein sollten Sie im Anschluss problemlos im Fach- oder Online-Handel einlösen können.
Fahrzeugantriebs- oder Industriebatterien (z. B. aus E-Bikes, USV-Anlagen oder Stromspeichern von Photovoltaikanlagen)
- bei Vertreibern der betreffenden Geräte oder Batterien
- bei bau- oder reparaturausführenden Fachfirmen
- Fachentsorger für Batterien
- gegebenenfalls nach vorheriger Abstimmung (Tel.: 0341 6571427) an der stationären Schadstoffsammelstelle, Lößniger Straße 7
Du hast noch keinen passenden Ausbildungsplatz für 2021 gefunden? Du möchtest mit deiner Arbeit zum Umweltschutz beitragen? Du packst gern mit an, Bauen und Tüfteln sind dein Ding?
Dann komm doch zu uns! Wir suchen noch Auzubildende für folgende Berufe:
- Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft,
- Berufskraftfahrer/-in.
Bewirb dich jetzt noch schnell. Alle Infos findest du hier.
Gießen trotz Regen
Warum gießen unsere Gärtnerinnen und Gärtner eigentlich Pflanzen in den städtischen Grünanlagen, selbst wenn es gerade geregnet hat oder sogar noch regnet?
Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Meist reicht der Regen für den Wasserbedarf von Bäumen, Sträuchern und Hecken nicht aus. Vor allem nicht, wenn sie neu gepflanzt sind und erst noch Wurzeln in die Tiefe bilden müssen.
- Durch die Trockenheit vor dem Regen ist der Boden auch oft sehr hart und verdichtet, so dass das Wasser nicht eindringen kann.
- Außerdem kommt unter Bäumen durch das dichte Blätterdach oft gar keine Nässe am Boden an und es bleibt staubtrocken. Bei Hecken ist das ähnlich, da das Wasser an den Blättern abspritzt und so nicht die Wurzeln erreicht.
Die Stadtreinigung Leipzig ist jetzt eine Station der Leipziger Klima-Rallye. Das ist eine Online-Schnitzeljagd durch die Leipziger Innenstadt – initiiert vom Umweltinformationszentrum (UiZ) der Stadt Leipzig.
Die neue Station befindet sich am „täglich rausgeputzt – Unser Laden fürs Beraten“ in der Jägerhofpassage (Hainstraße 17 a). Dort beantworten die Rallye-Teilnehmerinnen und -teilnehmer zwei Fragen – zum Laden selbst und zum Thema Abfallentsorgung.
Wie funktioniert die Klima-Rallye?
Die Klima-Rallye ist ein digitales Wissensquiz rund um das Thema Klima und Umweltschutz. Mithilfe von Tablet oder Smartphone sowie entsprechender App erkundet man die Innenstadt auf der Suche nach cleveren Lösungen für energieeffizientes Bauen, umweltfreundliche Fortbewegung oder fairen und klimafreundlichen Konsum.
Die Rallye kann entweder individuell absolviert werden oder als geführte Tour über das UiZ. Bei der geführten Tour lösen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
zusätzliche Aufgaben und können die Geräte mit installierter App ausleihen.
Anmeldung/Kontakt unter Tel. 0341 123–6711 oder E-Mail: uiz@leipzig.de.
Foto: Stadt Leipzig