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Mietinteressierte für Konzeptladen gesucht
Der Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig sucht Mietinteressierte für seinen Konzeptladen „Wiederschön“ in den Höfen am Brühl. Die Flächen sind eine Vorstufe des geplanten Second-Life-Kaufhauses. Auf den rund 550 Quadratmetern im Leipziger Zentrum sollen Besucherinnen und Besucher ab April/Mai 2024 nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Beratungsangebote finden. Darüber hinaus sind regelmäßige Kultur- und Bildungsangebote geplant. Ziel ist es, den Konzeptladen so wie auch das geplante Second-Life-Kaufhaus zu einem Treffpunkt für alle zu machen, die sich mit den Themen Abfallvermeidung, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit beschäftigen.
Der Mieterwettbewerb für die Flächen in den Höfen am Brühl beginnt ab sofort. Alle kreativen Mietinteressierte können sich die Bewerbungsunterlagen für das zukunftsorientierte Projekt auf der Webseite von Mein Leipzig schon ich mir – der Zero-Waste-Initiative der Stadtreinigung und der Stadt Leipzig – herunterladen und sich bis zum 23. Februar mit den erforderlichen Unterlagen per Mail bewerben.
Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung: nachhaltiges Handeln unter den Stichpunkten Reduce, Reuse, Repair und Rethink (Reduzieren, Wiederverwenden, Reparieren, Überdenken). Das heißt, die potenziellen Mieterinnen und Mieter müssen in den Bereichen Abfallvermeidung, Wiederverwertung und/oder Reparatur tätig sein. Eine vollständige Bewerbung sollte das Konzept, den ausgefüllten Fragebogen und – soweit möglich – eine Wirtschaftlichkeitsplanung (GuV-Planung) enthalten.
Die Miete in dem Objekt wird bis August 2025 im Rahmen eines Förderprogramms bezuschusst. Die Eröffnung in den Höfen am Brühl ist für April/Mai 2024 geplant.
Zusätzlich zum Konzeptladen wird die Stadtreinigung in einer anderen Immobilie ein Second-Life-Kaufhaus eröffnen, um im Sinne der Zero-Waste-Strategie der Stadt die Wiederverwendung und somit Abfallvermeidung zu fördern. Im Moment läuft für dieses Projekt die Suche nach geeigneten Flächen.
Mythen rund um Abfall klären - Altglas
Kommen Deckel mit in die Tonne und wie ist das nochmal mit den verschiedenen Glasfarben? Beim Thema Altglas gehen die Meinungen oft auseinander, weswegen wir heute mit Falschinformationen und Mythen aufräumen.
Falsches schließendes zeichen: „Deckel können mit ins Altglas”
Falsch: Obwohl moderne Sortieranlagen Verschlüsse bis zu einem gewissen Grad tatsächlich aussortieren können, funktioniert das nicht immer. Deswegen sollte man Verschlüsse aus Metall oder Kunststoff in die Gelbe Tonne beziehungsweise in den Gelben Sack entsorgen.
Funktioniert: „Die Farbe der Flaschen ist unwichtig.“
Falsch: Insbesondere bei der Neuproduktion von weißen und braunen Glasflaschen ist andersfarbiges Glas ein echtes Problem. Damit Altglas auch wirklich recycelt werden kann, ist es deshalb wichtig, dieses richtig zu trennen.
Funktioniert: „Jede Art von Glas darf ins Altglas“
Falsch: Oft werden neben Glasflaschen auch diverse andere Gegenstände aus Glas ins Altglas entsorgt wie Trinkgläser, Porzellan oder Spiegel. Hierbei handelt es sich jedoch oft um hitzebeständiges Glas, welches einen anderen Siedepunkt hat, der das Recycling von Altglas erschwert.
Zum Schluss möchten wir noch einmal Klarheit schaffen: Ins Altglas gehören nur leere Glasverpackungen für Lebensmittel sowie pharmazeutische und kosmetische Glasbehälter. Alles andere kommt in den Restmüll oder auf den Wertstoffhof. Wir danken Ihnen für Ihre Mitarbeit!
Bilanz legale Weihnachtsbaum-Ablage 2024
Wir ziehen Bilanz!
Den gesamten Januar waren unsere Beschäftigten unterwegs, um ausgediente Weihnachtsbäume auf über 170 Ablageplätzen einzusammeln. Insgesamt wurden mehr als 237 Tonnen Weihnachtsbäume in Leipzig eingesammelt. Das entspricht dem Gewicht von fast 2 Blauwalen oder fast 40 Elefanten!
Jedoch wurden auch dieses Jahr 7 Kubikmeter Bäume falsch abgelegt.
Damit das nicht nochmal passiert, gibt es auf unserer Website eine Karte mit Orten, an denen Sie ganz legal ihren Weihnachtsbaum in ihrer Nähe ablegen können!
Wussten Sie, dass die ausgedienten Weihnachtsbäume zerkleinert und kompostiert werden? Die daraus gewonnene Erde wird dann für Bepflanzungen im Stadtgebiet eingesetzt.
Wir bedanken uns bei unseren Kolleg/-innen für die Arbeit, um unsere Stadt sauber zu halten!
Das sind Zero-Waste Alternativen in Leipzig!
Sie möchten weniger Rohstoffe verbrauchen und nachhaltiger leben? Wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert! In Leipzig unterstützen wir innovative Zero-Waste-Projekte, die Recycling spielend leicht machen.
- Nachhaltiges Wohnen. Wer seine alten, noch funktionsfähigen Möbel neues Leben verleihen möchte, kann sie ins Sozialwarenhaus auf der Eisenbahnstraße bringen. Hier können Möbel, Elektrogeräte und vieles mehr für einen geringen Preis erworben werden.
- Reparieren statt Wegwerfen. Das Café kaputt in der Merseburger Straße bietet euch in einer offenen Reparaturwerkstatt die Möglichkeit, defekte Gebrauchsgegenstände wieder funktionsfähig zu machen. Im Vordergrund steht dabei das Vermitteln von Kompetenzen und der gemeinsame Prozess, denn das Café versteht sich als ein Ort des Austauschs.
- Recycling leicht gemacht. Der Tauschladen im Leipziger Westen bietet einen Raum, um nicht mehr benötigte Dinge abzugeben und gegen neue einzutauschen. Doch auch ohne eine Spende können bis zu fünf Gegenstände mitgenommen werden. Zum Laden gehört eine Wäscherei und eine Nähwerkstatt, die Kleidung vor der Weitergabe repariert.
Für weitere Informationen besuchen Sie gern unsere Projektwebsite von „Mein Leipzig schon‘ ich mir“!
Hey Ideen-Workshop!
Am 5. Februar fand der erste Workshop von „Allerlei to go – Leipzig genießt nachhaltig“ statt, wo sich die Prämierten des Ideen-Wettbewerbs zur Schärfung ihrer Projekte trafen. In Teamarbeit wurde an den Projekten konstruktiv weitergearbeitet. Immer im Blick: das Ziel, den Mehrweg-Gebrauch in Leipzig zu erhöhen. Dabei zeigte sich, dass die Wettbewerbsteilnehmenden sich gegenseitig inspirierten und bei der Lösungsfindung halfen.
Einen Rückblick zum Workshop und den aktuellen Arbeitsstand der Projekte finden Sie hier: zeit-fuer-mehrweg.de/aktuelles
Das Projekt „Allerlei to go“ wird mitfinanziert im Rahmen des Projektes „Zukunftsfähige Zentren Leipzig“, welches über das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert wird.
Wussten Sie, dass in Deutschland jährlich ca. 16.000 kg Rohstoffe verbraucht werden?
Die weltweit steigende Nachfrage nach Rohstoffen hat gravierende Folgen für die Umwelt: Emissionen und Schadstoffe werden freigesetzt und riesige Abfallmengen entstehen. Um Klimaziele erreichen und unsere Artenvielfalt bewahren zu können, müssen wir den Rohstoffverbrauch reduzieren und Materialkreisläufe schließen.
Der globale Rohstoffverbrauch steigt jährlich an, da nur ein kleiner Teil der verbrauchten Rohstoffe recycelt wird. Zudem ist unsere Wirtschaft weiterhin linear statt zirkulär strukturiert, weshalb wenige Rohstoffe tatsächlich in den Kreislauf zurückkehren.
Zu viele Rohstoffe werden zu Gütern verarbeitet, die nach ihrer Benutzung entsorgt werden. Die Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft ist überfällig. Dadurch könnten Materialkreisläufe geschlossen und weniger Primärrohstoffe abgebaut werden.
Das Ziel einer Kreislaufwirtschaft ist es, Rohstoffe, die einmal dem Verwertungskreis zugefügt wurden, möglichst lange in diesem zu erhalten. Das gelingt durch cleveres Design, sparsamen Konsum und Verwendung sowie gute Wiederaufbereitung.
Um den Energieverbrauch insgesamt zu reduzieren, braucht es jedoch zusätzliche Ansätze. Dabei spielt die Energiewende eine wichtige Rolle, denn je mehr erneuerbare Energie erzeugt wird, desto weniger fossile Rohstoffe werden benötigt.
Noch mehr Infos zur Kreislaufwirtschaft in Leipzig findest du auf unserer Projektwebsite mein-leipzig-schon-ich-mir.de!
Quelle: www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/kreislaufwirtschaft/29818.html
Wie geht Abfalltrennung richtig?
Was gehört in den Biomüll? Wie funktioniert eigentlich unser Pfandsystem? Und was passiert mit dem alten Papier? Unser Bildungsteam war in der Fanny-Hensel-Schule und hat diese und viele weitere Fragen rund ums Thema richtige Abfalltrennung“ mit 16 Schülerinnen und Schülern aus den Klassestufen 1 bis 4 besprochen.
Die Grundschule ist eine von fünf Leipziger Bildungseinrichtungen, die bei unserem Projekt „Ressourcenschonende Schulen“ mitmachen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler bis zum 31. Mai die richtige Abfalltrennung in den Klassenräumen lernen und durchführen. Die Bildungseinrichtung, die ihren Restabfall am meisten reduzieren kann, wird am Ende des Projektes prämiert.
Für eine Teilnahme an dem Projekt hatten sich insgesamt 17 Leipziger Schulen beworben. Diese fünf Schulen wurden ausgewählt:
• Schule am Neptunweg (Förderschule)
• Fanny-Hensel-Schule (Grundschule)
• Carl-Friedrich-Goerdeler-Oberschule
• Immanuel-Kant-Gymnasium Leipzig
• Susanna-Eger-Schule (Berufsschule)
Die Klassen bekamen von uns Vorsortierbehälter für die Abfallarten Papier, Pappe, Karton („Blaue Tonne“), Leichtverpackungsabfälle („Gelbe Tonne“) sowie Restabfall und Bioabfall. Diese wurden in den Klassenräumen aufgestellt.
Zugleich haben wir an den Schulen entsprechende Abfallsammelbehälter aufgestellt, in denen die getrennt gesammelten Abfallarten aus den Vorsortierbehältern zur getrennten Entsorgung erfasst werden. Wir werden den verbleibenden Restabfall mit den Vorjahreszahlen vergleichen und am Ende diejenige Schule prämieren, die ihren Restabfall am deutlichsten reduzieren konnte. Das Projekt unterstützt Schulen nicht nur dabei, Abfälle richtig zu trennen, sondern im Sinne von unserem Zero-Waste-Projekt „Mein Leipzig schon ich mir“ auch Abfälle zu vermeiden.
Tipps und Tricks um Abfall zu vermeiden
Sie verzichten schon auf Einwegbecher für Ihren Coffee-to-go und sparen an Plastiktüten beim Einkaufen? Das ist toll! Hier sind noch mehr Tipps wie Sie ihren Abfall im Haushalt reduzieren können.
1. Auch unsichtbares Plaste zählt: Viele Artikel aus der Drogerie enthalten Mikroplaste, das auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Erst Inhaltsstoffe wie „Polyethylen“ (PE), Polypropylen“ (PP) oder „Polyamid“ (PA) sind ein Hinweis darauf, dass das Produkt Mikroplaste enthält. Mikroplaste ist deshalb so gefährlich, weil es ins Wasser gelangen kann und dadurch auch beispielsweise in die Mägen von Meerestieren, die wir dann essen.
2. Wer billig kauft, kauft zweimal: Für eine langlebige und somit nachhaltige Nutzung von elektronischen Geräten ist es wichtig, auf Qualität zu setzen. Die Zahl der entsorgten Elektro- und Elektronikaltgeräte in Deutschland ist hoch. Deshalb sollte beim Kauf auf qualitativ hochwertige und reparierbare Geräte gesetzt werden.
3. Verpackungsmüll sparen: Plasteverpackungen bei Hygieneartikeln wie Duschgel und Shampoo lassen sich leicht vermeiden. Inzwischen gibt es gute Alternativen in Form von fester Seife und für diejenigen, die Flüssigseife nicht missen wollen, gibt es in einigen verpackungsfreien Läden Nachfülloptionen.
Haben Sie auch noch Möbel, Hausrat oder andere Dinge zuhause, die nicht mehr gebraucht werden, aber einfach zu schade zum Wegwerfen sind? Dann schauen Sie doch mal auf unserem Online-Verschenkemarkt vorbei. Vergangenes Jahr waren über 115.000 Besucherinnen und Besucher auf der Seite unterwegs und inserierten über 3.000 Artikel. Wir sind ganz begeistert über so viel Beteiligung!
Sie finden unseren Verschenkemarkt auch auf unserer App. Weitere Infos dazu finden Sie hier.
Mit dem Verschenkemarkt bieten wir eine kostenlose, nicht kommerzielle Online-Gebrauchtwaren-Börse, denn unser Ziel ist die Förderung der Abfallvermeidung im Interesse des Umwelt- und Ressourcenschutzes. Damit tragen wir zur Zero-Waste-Strategie der Stadt Leipzig bei.
Rückblick Mängelmelder 2023
Mit Ihren Adleraugen haben Sie unseren Mängelmelder 2023 ordentlich auf Trab gehalten! Über 10.000 Mängel haben wir dank Ihrer Hilfe beseitigt.
Zusammen haben wir unsere schöne Stadt Leipzig ein Stückchen sauberer gemacht. Hier ist ein kleiner Rückblick auf Ihre Meldungen:
1. Müllablagerung im öffentlichen Bereich: 5881 Meldungen
2. Schäden in der Verkehrsinfrastruktur: 1843 Meldungen
3. Verschmutzte Glasinseln: 703 Meldungen
4. Vermüllter Alttextilcontainer: 582 Meldungen
5. Schrottfahrräder im öffentlichen Verkehrsraum: 556 Meldungen
6. Fahrzeuge ohne Kennzeichen im öffentlichen Verkehrsraum: 546 Meldungen
7. Hundekot: 163 Meldungen
8. Überfüllte Papierkörbe: 149 Meldungen
9. Gewässerverunreinigung: 131 Meldungen
10. Schaden an Spielplatz: 129 Meldungen
Sie möchten auch etwas melden? Besuchen Sie einfach https://stadtreinigung-leipzig.de/wir-fuer-eine-schoene-stadt/wir-sind-fuer-sie-da/maengelmelder oder scannen Sie den QR Code!
Tipp: Auch über unsere App finden Sie den Mängelmelder! Zusammen gestalten wir unsere Stadt nachhaltig und sauber.
Der Mängelmelder ist ein Werkzeug vom Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung und Sport. Je nach Kategorie landet der Hinweis beim Amt für Stadtgrün und Gewässer, beim Ordnungsamt oder bei uns. Wir beräumen vor allem illegale Abfälle, leeren überfüllte Papierkörbe und sind für Hundekot zuständig.